Fair gabe in Brandenburg
Wir fordern eine nachhaltige Beschaffung der öffentlichen Hand.
Wer wir sind
Wir sind das Bündnis „Fairgabe in Brandenburg“ – gemeinsam setzen wir uns für faire und nachhaltige Beschaffung durch die öffentliche Hand ein.
Was wir wollen?
Wir kämpfen für eine Wirtschaft, die soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz als verbindliche Grundlage für alle öffentlichen Einkäufe in Brandenburg verankert.
Warum nachhaltig beschaffen?
Nachhaltige Beschaffung nutzt die enorme Marktmacht der öffentlichen Hand, um Umwelt, Menschenrechte und die lokale Wirtschaft zu stärken.
Unser Projekt versteht sich als Impulsgeber, Vernetzer und Unterstützer für all jene, die öffentliche Beschaffung als Instrument für eine bessere Zukunft nutzen wollen.
Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Brandenburg mit gutem Beispiel vorangeht.
Wer wir sind
Das Fairgabe-Bündnis ist eine 2025 gestartete Initiative vom
und wird unterstützt vom
Das Bündnis engagiert sich für eine faire und ökologisch nachhaltige Beschaffungspraxis der öffentlichen Hand in Brandenburg. Aufgrund des hohen Beschaffungsvolumens ist dies ein bedeutender Hebel, um die globalen und lokalen Nachhaltigkeitsziele und somit auch die politischen Ziele der deutschen und der Nachhaltigkeitsstrategie Brandenburgs zu erreichen.
Wir möchten in verschiedenen Veranstaltungen für die Relevanz des Themas sensibilisieren, die Vernetzung von engagierten Akteur:innen fördern und ausbauen und so die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur sukzessiven Implementierung dieser Beschaffungspraxis verbessern. Darüber hinaus werden Interessierte hier ein wachsendes Angebot von Hilfestellungen, Guten Gründen, Fachkontakten und Best-Practice-Beispielen für eine gelingende Umsetzung finden.

Holger Rebentrost
Berater / Projektmanager
Ich bin Mitglied des Vorstandes der Gemeinwohl Orientierten Unternehmen Berlin- Brandenburgs und möchte unsere Ideen aktiv zur Stärkung der Gemeinwohl-Orientierung bei zukünftigen Beschaffungen einbringen. …

Simone Holzwarth
Eine-Welt-Promotorin bei Stadt-Land.move
Es geht darum, als Vorbild voranzugehen und zum Beispiel in der Außer-Haus-Verpflegung zu zeigen: So kann eine zukunftsfähige Ernährung funktionieren und wir übernehmen dafür Verantwortung – als Land Brandenburg, als Kirche oder sozialer Träger. …

Beate Corbach
Klimaschutzmanagerin im Umweltbüro der EKBO
Wir vom Umweltbüro der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) bringen uns ins „Fairgabe-Bündnis Brandenburg“ ein, um in diesem Netzwerk von anderen Initiativen und Organisationen zu lernen und um Andere an unseren Kenntnissen und Erfahrungen im Bereich ökofaire Beschaffung teilhaben zu lassen. …

Simone Zorn
Fairtrade Deutschland e.V.
Im Rahmen der Fairtrade-Towns Kampagne setze ich mich dafür ein, faire öffentliche Beschaffung in den Fokus zu rücken, weil sie eine kraftvolle Möglichkeit ist, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu stärken und nachhaltige Veränderungen zu bewirken. …

Magdalena Eder
Projektleitung Vernetzung brandenburgisches Klimabündnis
Ich engagiere mich im Fairgabe-Bündnis, weil nachhaltige öffentliche Beschaffung ein Schlüssel zur Umsetzung des Klimaplans Brandenburg ist. …
Was wir wollen
Wir sind davon überzeugt, dass ein friedliches und nachhaltiges Leben auf diesem Planeten nur mit einer Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft möglich ist, die die Achtung der planetaren Grenzen und das Wohl aller Menschen in den Mittelpunkt rücken.
Darum engagiert sich das Bündnis Fairgabe in Brandenburg für eine sozial und ökologisch verantwortliche Beschaffung der öffentlichen Hand, d. h. von Verwaltungen auf Landes- und auf kommunaler Ebene und deren wirtschaftlich tätigen Unternehmen, von öffentlichen Institutionen sowie von Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbänden und kirchlichen Einrichtungen und für die Verankerung dieser Kriterien im Landesrecht.
Wir möchten in Brandenburg die Vernetzung von engagierten Akteur:innen fördern und ausbauen und einen Beitrag leisten zu Aufklärung und Information über die Möglichkeiten und Potentiale nachhaltigen Wirtschaftens und einer fairen, ökologischen Beschaffung und Vergabe. Dazu werden wir Beispiele des Gelingens in Brandenburg sammeln und Brücken bauen zwischen der Praxis und der Regelungsebene.
Die derzeitigen Entwicklungen bzw. Rückschritte der erreichten gesetzlichen Mindeststandards auf EU-, Bundes-, und Landesebene seit Anfang dieses Jahres 2025 bestärken uns in unserem Vorhaben, denn:
Niemand verbietet uns, uns klüger zu verhalten, als es uns die Regierung abverlangt.*
*wie es der Physiker Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann einmal sinngemäß ausdrückte.
Unsere Grundprinzipien:
-
Achtung der Menschenrechte in globalen Lieferketten
-
Schutz von Klima und Umwelt durch ressourcenschonende Beschaffung
-
Förderung lokaler Wertschöpfung und fairer Arbeitsbedingungen
-
Transparenz und Verantwortung bei öffentlichen Aufträgen
Niemand verbietet uns, uns klüger zu verhalten, als es uns die Regierung abverlangt.
Physiker Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann
Warum ist Nachhaltige Beschaffung wichtig?
Als größte Volkswirtschaft in Europa verfügt Deutschland mit einem Volumen von ca. 500 Mrd. € über einen der größten öffentlichen Beschaffungsmärkte und damit einen großen Hebel für gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.
Wäre der komplette öffentliche Einkauf nachhaltig ausgerichtet, hätte das einen sehr großen Einfluss auf das Angebot und somit auch auf globale und regionale Arbeitsbedingungen und den Schutz der ökologischen Ressourcen. Damit würde er einen wichtigen Beitrag zu einer widerstandsfähigeren Wirtschaft und Gesellschaft leisten.
Diese Marktmacht und Verantwortung für Produktionsbedingungen gilt es im Sinne der globalen Nachhaltigkeitsziele zu nutzen. Viele Produkte, die die öffentliche Hand einkauft, stammen aus Ländern des globalen Südens. Sie werden dort teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut oder hergestellt. Der CO2-Ausstoß ist bei importierten Produkten z.T. um ein Vielfaches höher als beim Kauf der regionalen Pendants. Nachhaltigkeitskriterien für den öffentlichen Einkauf tragen somit zur Einhaltung internationaler Arbeits- und Menschenrechte, aber auch zum Klima- und Umweltschutz bei. Sie fördern vor Ort die Markteinführung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen und darüber auch einen bewussten und suffizienten Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen.
Zudem haben öffentliche Auftraggeber:innen eine gesellschaftliche Verantwortung zur Gestaltung einer sozialen und nachhaltigen Wirtschaft und eine Vorbildrolle für private Konsument:innen: Fehlende internationale Mindeststandards für Unternehmen führen immer wieder zu massiven ökologischen Schäden und gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Während die Unternehmen Gewinne erwirtschaften, werden ökologische und soziale Folgekosten verallgemeinert. Auch hier vor Ort finanziert die öffentliche Hand u.U. einen Teil der Gewinne eines Unternehmens, das keine fairen Löhne zahlt und daher seine Produkte oder Dienstleistungen günstiger anbieten kann, wenn die Vergabe nicht an die Einhaltung von Sozialstandards und faire Entlohnung gebunden ist. Nicht-existenzsichernde Löhne müssen dann durch zusätzliche Sozialleistungen ausgeglichen werden und belasten somit die Allgemeinheit.
Die Implementierung sozialer und ökologischer Standards leistet daher einen Beitrag zu einer vielversprechenden gesellschaftlichen Weiterentwicklung, die den negativen sozialen Auswirkungen unserer Zeit auf Gerechtigkeit, Gesundheit und Lebensqualität gezielt entgegenwirkt – also eine Entwicklung in Richtung einer demokratischen, ökologischen und friedlichen Zivilisation.
Nachhaltige Beschaffung ist ein wichtiges Instrument zur Erreichung globaler und lokaler Nachhaltigkeitsziele wie der Agenda 2030 und der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.