Umweltbüro der EKBO: Praxiswissen für nachhaltige Beschaffung — auch über die Kirche hinaus

Praxiserprobtes Wissen zu Beschaffung, Verpackung, Bauen und Veranstaltungen — übertragbar auf Kommunen, Vereine und Organisationen jeder Art.

Nachhaltige Beschaffung ist längst kein Nischenthema mehr, sondern betrifft jede Organisation, die einkauft, beauftragt oder Veranstaltungen plant. Das Umweltbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat über Jahre hinweg praxisnahes Wissen in diesem Bereich aufgebaut. Als Mitglied im Fairgabe-Bündnis stellt es ausgewählte Materialien zur Verfügung, die weit über den kirchlichen Kontext hinaus nützlich sind.

Zu den vier Praxis-ThemenZum Umweltbüro der EKBO

Das Umweltbüro der EKBO im Überblick

 Das Umweltbüro der EKBO mit Sitz in der Georgenkirchstraße 69/70 in Berlin unterstützt Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen der gesamten Landeskirche auf ihrem Weg zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Beate Corbach, Klimaschutzmanagerin im Umweltbüro, ist zuständig für die Themenbereiche klimagerechte Mobilität, Beschaffung und Flächenbewirtschaftung.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der öko-fairen Beschaffung. Das Umweltbüro entwickelt Leitfäden, Praxistipps und Entscheidungshilfen, die Einrichtungen dabei unterstützen, ihre Einkaufsentscheidungen nachhaltiger zu gestalten: von Büromaterial über Lebensmittel bis hin zu Baustoffen. Diese Hilfsmittel sind fundiert und alltagstauglich.

Warum kirchliches Praxiswissen auch für andere Beschaffungsstellen wertvoll ist

Die Herausforderungen bei der nachhaltigen Beschaffung sind branchenübergreifend erstaunlich ähnlich. Die wichtigsten Fragen lauten: Wie findet man umweltfreundliche Produkte zu erschwinglichen Preisen? Wie minimiert man unnötigen Verpackungsmüll? Wie organisiert man eine ressourcenschonende Veranstaltung? Und wie wählt man Baumaterialien aus, die sowohl dem Klima als auch dem Budget gerecht werden?

Diese Fragen stellen sich nicht nur Kirchengemeinden, sondern auch:

  • Kommunen und kommunalen Einrichtungen, die ihre Beschaffung an Nachhaltigkeitszielen ausrichten möchten
  • Vereine und gemeinnützige Organisationen, die mit begrenztem Budget möglichst nachhaltig wirtschaften wollen
  • Bildungseinrichtungen wie Schulen, Kitas und Hochschulen, die Umweltbildung auch im eigenen Beschaffungshandeln sichtbar machen wollen
  • Soziale Einrichtungen, die Verantwortung für Umwelt und Gemeinschaft gleichermaßen tragen
  • Unternehmen, die ihre Lieferketten und ihren Einkauf nachhaltiger gestalten möchten

Die Materialien des Umweltbüros sind bewusst praxisorientiert gestaltet und können unabhängig vom institutionellen Hintergrund direkt eingesetzt werden. Gerade diese Eigenschaft macht sie für das Fairgabe-Bündnis so wertvoll: Sie ermöglichen den Wissenstransfer über Organisationsgrenzen hinweg.

Vier Themen mit direktem Praxisnutzen

Verpackungsmüll gezielt reduzieren

Der Verpackungsverbrauch in Deutschland ist enorm und betrifft alle Einrichtungen, die Waren einkaufen oder lagern. Das Umweltbüro der EKBO hat praxisnahe Tipps zur Vermeidung von Verpackungsmüll zusammengestellt und bietet eine Übersicht von Unverpackt-Läden in Berlin und anderen Regionen. Diese Ressourcen sind ein hervorragender Ausgangspunkt für alle, die im eigenen Einkauf weniger Plastik verwenden möchten – egal ob im Gemeindebüro, im Rathaus oder im Vereinsheim.

Bauen und Sanieren mit Weitblick

Die Wahl der Baustoffe, ob bei Neubau oder Sanierung, hat einen erheblichen Einfluss auf die Klima- und Umweltbilanz eines Gebäudes. Das Umweltbüro bietet einen umfassenden Leitfaden, der den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigt – von der Planung bis zum möglichen Rückbau. Dieser Leitfaden dient als wertvolle Orientierungshilfe für alle Organisationen, die Bau- oder Sanierungsvorhaben nachhaltig gestalten möchten, von Kommunen bis hin zu Vereinen mit eigener Immobilie.

Veranstaltungen ressourcenschonend planen

Veranstaltungen, von Gemeindeversammlungen bis hin zu kommunalen Bürgerveranstaltungen, verursachen oft unnötige Umweltbelastungen durch Einweggeschirr, lange Anfahrtswege und unbedachte Verpflegung. Das Umweltbüro bietet praxisorientierte Materialien, die zeigen, wie sich Veranstaltungen nachhaltiger gestalten lassen. Diese Materialien sind direkt auf Vereinsfeste, kommunale Veranstaltungen, Tagungen und Bildungsangebote jeder Art anwendbar.

Regionale Versorgung stärken

Die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) schafft eine direkte Verbindung zwischen Verbraucher:innen und landwirtschaftlichen Betrieben und fördert so eine transparente, regionale und ökologisch verantwortliche Lebensmittelversorgung. Das Umweltbüro der EKBO unterstützt dieses Konzept als Beitrag zu nachhaltiger Beschaffung und Ernährung und verweist dabei auf ein Beispiel aus Brandenburg: den Karolinengarten im Dreiländereck Havelland, Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin. Dieser Ansatz bietet sich besonders für Kantinenbetriebe, Kitas, soziale Einrichtungen und alle Einrichtungen mit regelmäßigem Lebensmittelbedarf an.

Umweltbüro der EKBO

Umweltbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Georgenkirchstr. 69–70, 10249 Berlin

Themenbereiche: klimagerechte Mobilität, Beschaffung, Flächenbewirtschaftung

Ansprechpartnerin für Beschaffung und Mobilität: Beate Corbach, Klimaschutzmanagerin

Weitere Informationen zum Umweltbüro und seinen Themen: umwelt.ekbo.de – Themenbereich Beschaffung